Keine Baumschutz-Verordnung!

In der Bauausschuss–Sitzung am wurde ein Antrag von Herbert Woerlein (SPD) beraten, wonach eine Baumschutzverordnung für Stadtbergen beantragt wurde.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder war der Meinung, dass wir in Stadtbergen keine zusätzliche Verordnung brauchen. Von Seiten der Verwaltung wurde ausführlich dargelegt dass zahlreiche Instrumente zum Erhalt von Bäumen zur Verfügung stehen und bereits mehrfach angewandt wurden. So sind z. B. schon in Bebauungsplänen Bäume als „zu erhalten“ festgesetzt. Als Beispiele wurden genannt: „Elmer- Fryar- Ring“; L 47 „Nördlich und südlich der Hauptstraße“; S 52 „An der Maria Hilf Straße“; S 48 „Südlich der Bismarckstraße“. Außerhalb der Ortslage sind durch Biotopkartierung Bäume mit einem Schutzstatus versehen.

Eigentümer lassen seit jeher Bäume auf ihren Grundstücken wachsen. Dies wird auch weiterhin so sein, ob mit oder ohne Baumschutzverordnung. Jedem Grundstückseigentümer sollte es selbst überlassen werden wie viel Baumbestand er in seinem Garten hat. Durch eine Satzung werden lediglich Bäume geschützt, die einen bestimmten Stammumfang überschreiten. Dies würde in der Konsequenz bedeuten, dass Grundstücksbesitzer keine Jungbäume mehr aufkommen lassen und beseitigen, bevor sie in die maßgebliche Stammstärke hineinwachsen.
Die Ausschussmitglieder der CSU Fraktion haben sich einstimmig gegen den Erlass einer Baumschutzverordnung ausgesprochen, bis auf zwei Räte war sich der Ausschuss dann einig und empfahl dem Stadtrat, eine Baumschutzverordnung abzulehnen. Der Stadtrat schloss sich dieser Meinung an und bestätigte die Ausschussempfehlung in der Sitzung vom 26. März mit 14:9 Stimmen.   Josef Kleindienst

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