Sendemast Deuringen: Informationen der Stadt

Mit einer Delegation aus Vertretern von CSU, SPD und Grünen sowie Stadtbaumeister Ulrich Lange fuhr Bürgermeister Dr. Ludwig Fink am 27.10.2009 zur O2-Zentrale in Nürnberg, wo sie von Eckhard Bassing, dem Verantwortlichen für den Aufbau des Funknetzes in Gesamtdeutschland, empfangen wurden. 

In einer harten Verhandlungsrunde brachten die Stadtberger Vertreter ihre Argumente gegen den geplanten Sendemast in Deuringen vor und plädierten für einen Verzicht der Firma auf diesen Mast. Sie führten die Höhe des Masts und die Verschandelung der Landschaft ebenso ins Gespräch, wie die Nähe zur Wohnbebauung, die Ängste vor gesundheitlichen Gefahren und die Sorge um die Wertminderung von Immobilien. 

Die Unterschriftenaktion einer Bürgerinitiative habe 900 Unterschriften gegen das Vorhaben erbracht, was fast ganz Deuringen umfasse. Bürgermeister Dr. Fink überreichte Herrn Bassing eine Resolution sämtlicher Deuringer Vereine und Verbände, die sich einmütig gegen den Standort aussprechen. 

Die Stadtberger Vertreter fragten auch nach der neuen Technologie LTE, durch die man größere Abstände der Masten von der Wohnbebauung erreichen könnte. Diesen Ball nahm Thomas Lichtenberger von O2 auf und erläuterte, dass eine neue Technologie neue Geräte erfordere, die sich bei Kunden erst in Jahren durchsetzten. UMTS sei erst 2007/2008 der Durchbruch gelungen und werde auch lange neben der neuen Technologie bestehen. 

In Deuringen habe man über den ungewöhnlich langen Zeitraum von fast 5 Jahren verhandelt und Flexibilität gezeigt. Das ursprüngliche Ziel von O2 sei eine Anlage mitten im Ort gewesen. Diese Lösung wäre genehmigungsfrei, kostengünstig und qualitativ optimal gewesen, wie üblich. Die Stadt habe den Betreiber veranlasst, ihre Anlage außerhalb der geschlossenen Bebauung zu errichten. Man sei ihr nochmals entgegengekommen insofern, als man den Standort auf Ansinnen von Stadtbergen um weitere 40 Meter nach Süden schob. Eine weitere Verlagerung sei ausgeschlossen. Dafür sei der Bauantrag zurückgenommen und durch eine Tektur ersetzt worden. Dieser Bauantrag sei rechtlich und fachlich in jeder Hinsicht in Ordnung. O2 sei nicht bereit, darauf zu verzichten und bestehe auf einer Genehmigung. 

Eckhard Bassing versicherte zum Schluss ausdrücklich, man sei auch nach einer Genehmigung offen für Gespräch und Optimierungen. Die Entwicklung gehe weiter und es könne durchaus sein, dass wieder ein Dialog in Gang gesetzt werden müsste. Gerade Stadtbergen habe durch seine kritische, aber konstruktive Haltung viel erreicht, wobei auch O2 deutliches Entgegenkommen gezeigt habe.

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